Der Lebensabend einer Katze
Katzen, die freien Auslauf hatten, werden acht bis 10 Jahre alt und Katzen die nur in Freiheit leben, werden nur 6 Jahre alt.
Es gibt natürlich auch Katzen, die wesentlich älter werden. Meist sind es gut gepflegte Katzen, die unter regelmäßiger Tierarztkontrolle stehen. Die älteste Katze, wie mir bekannt ist, wurde 29 Jahre alt. Das war aber eine große Ausnahme. Auch Rassekatzen, besonders die Siamkatzen haben eine hohe Lebenserwartung. Hoch gezüchtete Rassekatzen haben wiederum eine kürzere Lebenserwartung als Mischlingskatzen. Auch kastrierte Kater leben deutlich länger als ihre unkastrierten Artgenossen. Allgemein aber bestätigen Ausnahmen die Regel.
Bei der alternden Katze versteifen sich allmählich die Gelenke. Ihr Gang wird langsamer, das Springen bereitet ihr Schwierigkeiten. Selbst das Putzen fällt der Katze immer schwerer, je steifer ihre rheumatischen Glieder werden. An schwer erreichbare Stellen kommt sie gar nicht mehr allein heran. Das Fell wird stumpf und glanzlos.
Das Seh- und Hörvermögen reduziert sich deutlich. Die inneren Organe wie Leber und Nieren arbeiten nicht mehr gut und Darmträgheit führt zu häufigen Verstopfungen. Die Gehirnleistung lässt erheblich nach und die geistige Flexibilität verkümmert zusehends. In allen Teilen des Körpers können sich Tumore bilden. Das Gebiss weist Lücken auf oder fehlt unter Umständen völlig. Ebenfalls eine typische und sehr häufig auftretende Altererscheinung ist die Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose). Die Schilddrüse ist die zentrale stoffwechelregulierende Hormondrüse. Die Auswirkungen einer Fehlfunktion können sehr schwerwiegend, dramatisch und weitreichend sein. Die hauptsächlichen Störungen: Herzfrequenz und der Blutdruck sind erhöht, vergrößerter Appetit ohne Gewichtszuname oder bei gleichzeitigem Gewichtsverlust. Vielfach neigen die Katzen zu Erbrechen und Durchfall. Einige Katzen werden hyperaktiv oder sogar aggressiv.
Die Katze schläft viel mehr als früher und sucht dafür bevorzugt warme Plätze auf, denn ihr Wärmebedürnis ist enorm gestiegen.
Ältere Katzen erkälten sich leicht und man muss darauf achten, dass sie sich nicht in zugigen Räumen aufhalten müssen und schon gar nicht auf kalten Fußböden wie Stein oder Fliesen.
Nun braucht die Katze mehr denn je ihren Menschen, der ihr besonders viel Fürsorge zukommen lässt. Sie will andererseits aber auch in Ruhe gelassen werden. Wenn die Katze ein gewohntes heißgeliebtes Plätzchen aufsuchen möchte, sollte man Hilfestellung leisten, denn sie wird es in den meisten Fällen nicht mehr alleine schaffen, auf das Sofa oder in den kuscheligen Sessel zu springen. Wenn die Katze aufgehoben oder getragen werden muss, soll es sehr behutsam geschehen.
Das Katzenfutter sollte ihr in 3 - 4 Portionen proTag gegeben werden. Der Gemüse- und Flockenanteil, besonders Hefeflocken muss erhöht werden. Auch der Fettanteil darf leicht erhöht werden. Man kann das Futter pürrieren und noch eine Messerspitze Butter hinzu geben. Das hilft der Katze, ihr Immunsystem gegen Erkältungskrankheiten zu verbessern.
Jedoch wird das Leben für die Katze immer beschwerlicher trotz aller Fürsorge und guter tierärztlicher Betreuung. Dann sollte man sich mit dem Gedanken an den endgültigen Abschied von seinem langjährigen Gefährten vertraut machen.
Der letzte Gang zum Tierarzt mit seinem Fellchen, mag er noch so schwer und traurig sein, zeugt doch von großer Liebe zu seinem Tier, denn man erspart ihm ein langes, qualvolles Siechtum.
Sich für die Trennung für immer zu entscheiden, fällt vielen Menschen sehr schwer. Immer wieder stellen sie sich die Frage, eine falsche Entscheidung gegen die Katze zu treffen und machen sich im nachhinein die größten Vorwürfe. Dazu kommt die große Angst vor dem Schmerz und dem Verlust eines guten Gefährten. Aber es hilft alles nicht. Man muss dafür sorgen, dieses Tier zu erlösen. Dabei hilft das gute Beobachten der Katze. Durch ihr Verhalten, durch ihren körperlichen Zustand zeigt die Katze selber an, wann sie den Weg in eine andere schmerzfreie Welt antreten möchte. Dazu empfehle ich immer, auf den Rat vom Tierarzt zu hören. Er wird niemals ein Tier vorzeitig töten. Es ist aber richtig und normal, dass man den Tierarzt befragt, wie das Einschläfern vor sich geht. Er wird es immer gut und verständlich erklären.
Zum Gedenken an das Liebste, was man besessen hat möchte ich auch an dieser Stelle das einfügen, welches Hilfe und Trost spenden kann:

Die Regenbogenbrücke
Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.Wegen der vielen Farben nennt man sie die Brücke des Regenbogens.
Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen ist,
geht es zu diesem wunderschönen Ort. Dort gibt es immer zu fressen und zu trinkenund es ist warmes, schönes Frühlingswetter. Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund. Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der Erde so geliebt haben.So rennen und spielen sie den ganzen Tag zusammen, bis eines Tages plötzlich eines von ihnen inne hält und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich aufund die Augen werden ganz groß!
Auf einmal rennt es aus der Gruppe heraus und fliegt über das grüne Gras.
Die Füße tragen es schneller und schneller.
Es hat Dich gesehen. Und wenn Du und Dein Freund sich treffen, nimmst Du ihn
in Deine Arme und hältst ihn fest. Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder.
Und Du schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war, aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet ihr gemeinsam die Brücke des Regenbogens
und ihr werdet nie wieder getrennt sein...
Letzte Ruhe
Auch über dieses Thema darf nicht geschwiegen werden, denn vielen Tierbesitzern ist es wichtig zu wissen, was mit ihrem Tier danach geschieht,
wo es verbleiben kann oder darf. Dazu gibt es gesetzliche Regelungen, die jedem Gefühl und auch jedem Geldbeutel gerecht werden.
Niemnd muss sich Vorwürfe machen, weil er sein Tier aus finanziellen Gründen nicht ein teures Luxusgrab bieten kann. Der beste und schönste endgültige Aufenthalt des Tieres ist jedoch immer im Herzen seiner Besitzer. Das würde sich jedes Haustier wünschen.
Und hier noch ein paar Link's, die Wissenswertes über die Beerdigung von Tieren enthält:
http://www.anubis-tierbestattung.de/main1.php?go=partner_p12
http://www.tierheim-lahr.de/html/letzte_ruhe.html